Mittwoch, 12. Dezember 2007

Bauchwassersucht, Glotzaugen und Flossenfäule

Häufig beschreiben Aquarianer die Krankheiten ihrer Fische indem sie das Aussehen oder die auffälligen Veränderungen beschreiben und da trifft man häufig auf die Begriffe Bauchwassersucht, Glotzaugen und Flossenfäule. Das sind allerdings keine eigenständigen Erkrankungen sondern nur Symptome, also auffällige Erscheinungen, die mit einer Erkrankung einher gehen. In den meisten Fällen werden diese drei Symptome durch bakterielle Infekte ausgelöst. Oft gehen sie auch mit Flossenklemmen einher. Es kommen noch andere Ursachen in Frage, auf die möchte ich hier aber nicht eingehen.
Die Ursachen für bakterielle Infekte sind in der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle schlechte oder gar falsche Haltungsbedingungen. Der damit verbundene Stress schwächt das Immunsystem der Fische und eigentlich harmlose Keime können dann den geschwächten Fisch erkranken lassen.
Vorbeugend sollte man also auf gute Haltungsbedingungen für seine Fische achten, das sind ein harmonischer und nicht zu grosser Besatz in Zahl der Individuen als auch der Arten, eine angemessene Bepflanzung und Dekoration des Beckens mit Verstecken und Rückzugsmöglichkeiten, eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine angemessen Wasserhygiene. Bei beginnender Symptomatik kann man unter Umständen durch ein paar kräftige Wasserwechsel bereits eine Besserung der Symptome erreichen und einen vollständigen Ausbruch der Krankheit verhindern. Unterstützend, und auch zur Vorbeugung kann man Seemandelbaumblätter in das Aquarium geben.
Eine medikamentöse Behandlung mit nitrofuranhaltigen Präparaten aus dem Fachhandel oder besser mit Antibiotika vom Tierarzt ist anzuraten.
Bei ausgeprägter Symptomatik kommt aber häufig jede Hilfe zu spät.